Silikonbrueste

NEWS über Silikonimplantate

Wie lange gibt es denn schon Silikonimplantate zur Brustvergrößerung?

Die erste überhaupt dokumentierte Operation zum Ersatz von Brustgewebe fand im Jahre 1895 statt. Der Heidelberger Chirurg Czerny rekonstruierte, nach Entfernung eines Knotens aus der Brust, einer Patientin den entstandenen Defekt mit Hilfe eines Lipoms (gutartiger Fetttumor) aus dem Gesäß. 1917 füllte der amerikanische Chirurg Barett nach einer hautsparenden Entfernung der Brustdrüse den Defekt mit patienteneigenem Fettgewebe aus dem Bereich des Bauches und des Gesäßes auf. Neben körpereigenem Gewebe wurden auch körperfremde Substanzen wie beispielsweise Paraffin ausprobiert.

Paraffininjektionen verursachten jedoch schwere Komplikationen. Die Suche nach einem geeigneten Material führte im Jahre 1930 zu Experimenten mit Glaskugeln, die aber auf Grund des Gewichtes, der Härte und der Konsistenz logischerweise keine guten Ergebnisse zeigten. Nach den Fehlschlägen des Brustaufbaus mit körperfremden Substanzen richtete sich in den 50er Jahren, ähnlich wie heute, dass Interesse wieder auf körpereigenes Gewebe zum Volumenersatz.

Diese Techniken waren jedoch sehr aufwändig und wenig erfolgreich, sodass bei vielen Patientinnen weiterhin Paraffin- und später Silikonöl injiziert wurde. Auf Grund der Versuche von Grindlay und Clagett (1949), sowie von Grindlay und Waugh (1951), über Polyvinylschaum-Implantate bei Hunden, rückte dieses Material in den Fokus der Aufmerksamkeit [Converse Plastic Surgery 1977]. Die Polyvinylmaterialien führten zu geringen Fremdkörperreaktionen und waren nicht toxisch, hatten aber die Tendenz zu verkapseln und schrumpfen. 1963 wurde ein Implantat entwickelt, bestehend aus Polysiloxanschaum (=Silikonschaum) mit einer Hülle aus Teflon, dieses sollte das  „Fibrosieren“ verhindern.

Silikonimplantate zur Brustvergrößerung

Die Silikonschaumimplantate wurden dann bald durch Silikonhüllenimplantate ersetzt, die mit verschiedensten Materialien gefüllt wurden, wie zum Beispiel Silikongel, Kochsalz, Dextran oder Polyvinylpyrrolidon (PVP). Den Anstoß für diese erste Generation der heutigen Brustimplantate gaben 1964 Cronin und Gerow mit der sogenannten „Cronin-Prothese“.

Diese Implantate waren somit die erste Generation von Silikonimplantaten mit kräftiger Hülle und festem Gelinhalt. Auf Grund der hohen Kontrakturrate und damit scheinbarer Verhärtung der Implantate entwickelte man ab Ende der 70er Jahre die Implantate der zweiten Generation.  Diese hatten eine dünnere Silikonhülle und eine relativ flüssige Gelfüllung. Sie fühlten sich im Vergleich zur ersten Generation weicher und natürlicher an. Durch die veränderte Silikonhülle verminderte sich jedoch auch die Widerstandsfähigkeit ein und es kam vielfach zu Rissen der Hüllen.  Mit einer doppelten Hülle um die Implantate versuchte man das Austreten von Silikongel in das umgebende Gewebe zu vermeiden.

Das eigentliche Problem der Kapsel Fibrose, welches auch heute noch die häufigste Komplikation darstellt, wurde mit der Entwicklung der zweiten Implantat Generation nicht behoben. Denn nicht die Implantate der ersten Generation fühlten sich hart und unnatürlich an, sondern die unerwünschte Kontraktur der bindegewebigen Kapsel um die Prothesen. Daher ist retrospektiv die Entwicklung zur zweiten Generation eher ein Rückschritt gewesen.

Die dritte Generation von Brustimplantaten wurde dann Ende der 80er Jahre entwickelt. Diese hatten stärkere Hüllen mit texturierten Oberflächen, die je nach Fabrikation unterschiedlich ausfielen konnten. Die raue Oberfläche sollte die Integration in das Gewebe verbessern und somit die Gefahr einer Kapselkontraktur minimieren. Ab 1992 kam dann die vierte Generation der Silikonimplantate die mit einem kohäsiven Silikongel gefüllt d.h. das Silikon im Inneren ist hoch vernetzt, nicht flüssig und bleibt im Verbund.

1992 wurden Silikonimplantate in den USA verboten, aber nach vielen Studien die die Sicherheit und Unbedenklichkeit von Silikon zeigten wurden sie 2004 erst in Europa und 2006 auch wieder in den USA zugelassen. Aktuell auf dem Markt ist die 5. Generation entsprechend dem technischen Fortschritt durch eine weiterhin verbesserte Produktion und Qualitätssicherung die Diffusion von Silikonpartikeln, die Hüllenintergrität und Belastbarkeit weiter verbessert hat.

Welche Größen gibt es bei Silikonimplantaten

Es gibt je nach Hersteller bis zu 1500 verschiedene Formen und Größen von Silikonimplantaten. Größen von bis zu 1010 cc für runde und hochprofilige Implantate sind mittlerweile im Standartprogramm der Hersteller enthalten, als Sonderanfertigung gibt es auch noch größere Größen.

Anfangs war man noch etwas zurückhaltender mit den Implantat Größen, heutzutage liegt der mittlere Durchschnitt der eingesetzten Größen in Europa bei ca.  280 – 340 cc. Sehr große Implantate werden in der Regel nur von einem sehr kleinen Prozentsatz der Frauen gewünscht, meist auch beruflich bedingt. Die Nachteile liegen hier auf der Hand: Rückenschmerzen und Haltungsschäden durch die Gewichtsbelastung, späteres Hängen der Brust und Dehnungsschäden des Gewebes.

Brüste

Bei den Formen der Silikonimplantate unterscheidet man grob erstmal zwei: anatomische oder auch tropfenförmige und runde Implantate.

Erstere zeigen eine eher natürliche, die leichte Ptose (Hängen) der Brust nachahmende Form mit mehr Fülle in den unteren Quadranten, zweitere ein eher pralleres Decollete mit volleren oberen Quadranten. Aber keine Angst:  es gibt so viele Variationen in Design und Projektion der Implantate, so dass runde Implantate nicht immer zwangsläufig „künstlich“ wie die typischen amerikanischen Plastikbrüste aussehen müssen. Der erfahrene plastische Chirurg wählt unter Berücksichtigung der Wünsche der Patientin und den anatomischen Gegebenheiten die individuell optimale Form und Größe des Silikonimplantates aus.

Wie lange sind Silikonimplantate haltbar?

Eine sehr häufig gestellte Frage zum Thema der Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten:

Die aktuellen Implantate der 5. Generation sind technisch auf dem letzten Stand. Sie besitzen eine äußere Hülle aus verschiedenen Schichten mit einer Barriere gegen die Diffusion von Silikonpartikeln und sind innen mit einem hochvernetzten Silikongel gefüllt, welches eine gelartige Konsistenz hat und nicht mehr auslaufen kann.

Die renommierten Hersteller von Silikonimplantaten haben eine ganz hervorragende Qualitätssicherung für ihre Produkte, so dass Fabrikationsfehler minimiert werden. Silikonimplantate sind als Medizinprodukte CE- zertifiziert und müssen bestimmte Anforderungen an die Belastbarkeit und Haltbarkeit erfüllen. Hier übererfüllen die meisten Hersteller diese Vorgaben und manche bieten sogar eine lebenslange Produktaustauschgarantie bei materialbedingtem Hüllenriss an.

Wann müssen Silikonimplantate ausgetauscht werden?

Oftmals herrscht immer noch die veraltete Annahme, dass Silikonimplantate nach Ablauf von 10 Jahren immer gewechselt werden müssen. Dies ist nicht richtig, denn warum das unnötige Risiko einer Operation eingehen bei einem intakten Implantat welche keinerlei Probleme macht?

Natürlich gibt es Gründe ein Implantat zu wechseln:

  • Eine Implantatruptur Wenn die äußere Hülle des Silikonimplantates defekt ist, dann wird das Gel aus dem Inneren bei Belastung in Richtung der umgebenden Bindegewebskapsel gedrückt, läuft aber nicht aus. Gründe hierfür können eine Verletzung, Materialfehler- oder verschleiß, Mammographien oder starke Kapselkontrakturen sein. Die Ruputurhäufigkeit wird je nach Studie und Hersteller mit ca. unter 2 % in 8 Jahren angegeben
  • Eine Kapselfibrose: mit ca. 5 % Häufigkeit die häufigste Komplikation. Bei der Kapselfibrose ist die natürliche Bindegewebskapsel die der Körper als Reaktion um den Fremdkörper bildet zu stark ausgebildet und zieht sich um das Implantat zusammen. Die Brust fühlt sich dann hart und unnatürlich an was zu dem Wunsch der Frau nach einem Implantatwechsel führen kann. Gefährlich ist sie allerdings nicht.
  • Falten oder Dellenbildung: wenn Implantate auf den Muskel gelegt werden können sie störende Falten oder Dellen ausbilden.
  • Verrutschen, Waterfall-Deformität, Double-Bubbel, Bottoming out: wenn die Brust bedingt durch einen falschen Sitz des Implantates oder Absacken des Gewebes nicht mehr schön aussieht kann auch ein Implantatwechsel ratsam sein.
  • Flüssigkeitsansammlungen oder Infektionen.

Welche Brustimplantate gibt es?

In Europa werden hauptsächlich Brustimplantate mit Silikongel verwendet. Gründe hierfür sind die in multiplen Studien belegte Sicherheit von Silikon, der natürliche Charakter und die Verfügbarkeit von vielen verschiedenen Formen und Variationen. Vereinzelt sind auch noch Implantate mit Kochsalzlösung in Gebrauch. Nachteilig ist hier das Fehlen von anatomischen Formen und die komplette Entleerung bei Hüllenriß.

Was halten denn Silikonimplante aus?

Als CE-zertifiziertes Medizinprodukt sind Silikonimplantate TÜV-geprüft und müssen einiges an Belastung abkönnen. Im Allgemeinen gilt, dass was an physikalischer Kraft zum Platzen des Implantates führt normalerweise schon viel früher zum Tode der Trägerin geführt hat. Sprich Frau kann mit Brustimplantaten bedenkenlos Hobbys wie Fliegen, Tauchen, Boxen oder Fallschirmspringen nachgehen. Bei einem Riss der Hülle läuft übrigens kein Silikon aus, weil die Matrix cohäsiv d.h. zusammenhaltend und nicht flüssig ist und so eine Konsistenz vergleichbar mit Götterspeise aufweist.

Was sind denn eigentlich die besten Silikonimplantate?

Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und wie bei allen anderen Produkten des täglichen Lebens gibt es auch bei den Silikonimplantaten sowohl Preis als auch Qualitätsunterschiede sprich Premium – und Billiganbieter. Wenn man sich jetzt natürlich überlegt, dass es hier um den eigenen Körper geht und damit ggf. folgende Operationen geht, dann sollte es bitte doch schon etwas langlebiges und qualitativ absolut hochwertiges sein. Ich selbst habe schon bei Implantatwechsel von im Ausland voroperierten Patientinnen mühsam völlig aufgelöste Implantate entfernt, die keine 3 Jahre gehalten haben. Ein seriöser plastischer Chirurg wird seinen Patienten immer das aktuell Beste anbieten. Wir Fachärzte von Cosmopolitan Aesthetics verwenden seit jeher Implantate der renommierten Hersteller Allergan und Polytech.

Welche Silikonimplantate sind gefährlich?

Was bedeutet Gefahr im Zusammenhang mit Silikonimplantaten? Nun Silikonimplantate sind TÜV geprüft nach dem Medizinproduktgesetz. Dies bedeutet, dass gewisse Anforderungen an die Belastbarkeit und Haltbarkeit erfüllt werden müssen. Um die Sicherheit zu gewährleisten leisten sich die großen Anbieter von Silikonimplantaten rigorose Qualitätssicherungsverfahren, führen umfangreiche klinische Studien durch und haben eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung um ihre Produkte ständig zu verbessern.

In den USA ist die Gesundheitsbehörde (Food and Drug Administration = FDA) für die Zulassung von Silikonplantaten zuständig. Hier muss der Hersteller zusätzlich in klinischen Langzeitstudien nachweisen, dass seine Implantate unbedenklich sind. Es gelten dort somit noch strengere Kriterien als in Europa. Das heißt wenn Implantate eine CE-Zertifizierung und FDA-Zulassung haben, gibt es aktuell nichts Besseres.

Wie werden Silikonimplantate eingesetzt?

Wenn ein Implantat in die Brust eingebracht werden soll wird notwendigerweise ein äußerer Zugang benötigt. Es existieren insgesamt 3 verschiedene Möglichkeiten Silikonimplantate einzubringen und ein guter Plastischer Chirurg sollte diese auch alle beherrschen:

Am häufigsten erfolgt heute das Einbringen der Silikonimplantate durch einen kleinen Schnitt in der Brustunterfalte. Die Übersicht über den Operationssitus ist hierbei sehr gut, die Brustdrüse wird nicht tangiert und die ca. 4 – 5 cm lange dünne, feine Narbe verschwindet in der Falte und wird von der Brust überdeckt.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Implantat über einen Schnitt am Unterrand der Brustwarze einzubringen. Die Narben sind hier fein und unauffällig und bei Wunsch nach einer weiteren Vergrößerung bleiben die Narben gleich. Der Zugang erfolgt allerdings auch durch die Brustdrüse was viele Frauen etwas abschreckt, jedoch zeigen neuste Studien und die eigene Erfahrung, dass der Zugang wohl keinen Einfluss auf die Stillfähigkeit hat. Wir verwenden diesen Zugang wenn auch gleichzeitig eine Bruststraffung notwendig ist, um zusätzliche Narben einzusparen.

Die dritte Möglichkeit um ein Silikonimplantat in die Brust einzubringen ist die Achselhöhle. Dieser Zugang ist eher eine Rarität, da gerade bei den heutzutage immer häufiger gewünschten anatomischen Implantaten eine manuelle Kontrolle des korrekten Sitzes nicht möglich ist und die Narben auch nicht immer schön werden.

Die Platzierung der Implantate in der Brust erfolgt heutzutage überwiegend unter dem großen Brustmuskel (M. pectoralis major) da die Vorteile gegenüber einer Platzierung auf dem Muskel überwiegen.

Wieviel kosten Silikonimplantate?

Die Kosten für Silikonimplantate sind je nach Hersteller unterschiedlich. Wie bei allen anderen Produkten gibt es auch hier eine Preisspanne vom Billiganbieter bis zum Premiumhersteller. Es fallen zum einen die Material- und Herstellungskosten bei der Produktion der Implantate an, zum anderen aber auch immense Kosten für die kontinuierlichen Qualitätskontrollen sowie die Forschung und Entwicklung. Hier sind  Allergan und Mentor die Weltmarktführer.

Entsprechend kosten die Silikonimplantate der Weltmarktführer dann auch über 1000 Euro. Implantate von Herstellern, die deutlich weniger Qualitätskriterien erfüllen und keine FDA-Zulassung besitzen sind daher dann entsprechend günstiger. Welche Folgen der Sparwahn haben kann hat ja der Skandal um die Brustimplantate des französischen Billiganbieters Poly Implant Prothese (PIP) gezeigt. Hier wurde einfach minderwertiges Industriesilikon verwendet. Keiner der Fachärzte von Cosmopolitan Aesthetics würde jemals ein Billigprodukt verwenden, weil es unser Gebot ist unsere Patienten nach bestem Wissen und Gewissen und nur mit den aktuell hochwertigsten Materialien und Produkten zu behandeln.